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Muldenhammer

6o7 - 974 m ü.NN, 3500 Einw.

Die Gemeinde Muldenhammer wurde 2009 aus den Waldgebietsorten Tannenbergsthal, Hammerbrücke und Morgenröthe-Rautenkranz gebildet. Der Name "Muldenhammer" bezieht sich auf den früheren Bergbau (ab 16. Jh.) mit der Verarbeitungvon Eisen und Zinn in mehreren Hammer- und Hüttenwerken. Die Gießerei in Morgenröthe produzierte bis 1968 u.a. auch rd. 5000 wohlklingende Glocken. Der Bergbau erlangte besonders im 20. Jh. wieder große Bedeutung (Zinngruben in Jägersgrün, Gottesberg u. Schneckenstein; 1947-1960 auch Abbau und Aufbereitung von Uranerz). Bis 1990 prägten leistungsstarke Industriebetriebe (u.a. VEB Kunstleder Tannenbergsthal,  VEB Pressenwerk M.-Rautenkranz, VEB Möbelwerk Hammerbrücke) die Arbeits- u. Lebensverhältnisse in den entlegenen Gebirgsdörfern. Derzeit sind einige mittelständische Betriebe (u.a. IK Elektronik GmbH in Hammerbrücke) sowie Handwerk, Forstwirtschaft und Tourismus wichtige Erwerbszweige. Muldenhammer gehört zu den höchstgelegenen Gemeinden Sachsens und des Erzgebirges (6 Quadratkilometer Gemeindefläche oberhalb der Siedlung Sachsengrund liegen über 900 m ü.NN hoch).  Sieben Erhebungen erreichen eine Höhe zwischen 950 u. 1000 m ü.NN; der "Schneehübel" ist mit 974 m ü.NN auch der höchste Berg des Vogtlandkreises.

Abzweig zum Panoramablick SchneckensteinDie abwechslungsreiche Mittelgebirgslandschaft mit zahlreichen klaren Gebirgsbächen (u.a. Zwickauer Mulde, Gr. Pyra, Markersbach, Heroldsbach, Wiesbach), ausgedehnten Kammhochflächen und vitalen Bergwäldern bietet beste Bedingungen für Urlaub, Erholung und Tourismus. Viele markierte Wanderwege erschließen das riesige Wandergebiet (u.a. Intern. Fernwanderweg E3 , Intern. Berg- wanderweg EB Eisenach - Budapest, Kammweg Erzgeb./Vogtland, Wanderweg Schneckenstein - Vogtl. Schweiz/Talsp. Pöhl, Muldentalweg, Waldgebiet-Rundweg). Im gesamten Gebiet sind erholsame Radwanderungen und anspruchsvolle  Radtouren möglich (s. kammloipe.de - Sommerseite, Klick Startseite re. oben).

Sonnenterasse an der KammloipeDer längste und höchstgelegene Abschnitt der "Kammloipe" verläuft durch das Gemeindeterritorium Muldenhammer (Kammhochfläche, Rammelsberggebiet und Schneckensteingebiet). Die Kammloipe ist als beliebteste Fernloipe bundesweit eine wichtige touristische Attraktion für die gesamte Skiregion Erzgebirge/Vogtland.

Im Bereich Schneckenstein wurden 2009/11 die Langlaufmöglichkeiten durch eine neue Kammloipen-Freistiltrasse wesentlich verbessert.    Der 2010 geschaffene Kammloipen-Rastplatz mit Notfallstation und Sonnenterrasse sowie die Anbindung an den Panoramablick Schneckenstein sind weitere gästefreundliche Maßnahmen (s.a. Seite "Bildergalerie").

Wintersportler aus den Waldgebietsorten waren national und international sehr erfolgreich, u.a. wurde Gerd Heßler (Tannenbergsthal) als Startläufer der DDR-Langlaufstaffel Weltmeister (1974) und Vizeweltmeister (1970), Frank Schröder (Morgenröthe) errang in der gleichen Disziplin 1982 in Oslo WM-Bronze; Thomas Meisinger (Tannenbergsthal) wurde 1977 DDR-Meister im Skispringen auf der Großschanze  und 2. am  Holmenkollen mit Schanzenrekord, beim Skifliegen in Planica  belegte er ebenfalls den 2. Platz;  Ralph Leonhardt aus Hammerbrücke  gewann bei den Weltmeisterschaften 1989 in Finnland die Bronzemedaille in der Nordischen Kombination (M).

Außer den internationalen Spitzenleistungen haben die  Skisportler aus Hammerbrücke und Tannenbergsthal 38 Deutsche Meistertitel errungen.

Die Ausbildung der jungen Skispringer erfolgte auf den in ehrenamtlicher Arbeit errichteten Sprungschanzen "Waldbachschanze" und "Thierberg-Schanze" I u. II; durch sportfeindliche Aktionen des Leiters der Sportgemeinschaft Hammerbrücke TSG Bau (im Bündnis mit dem Bürgermeister) wurde die äußerst erfolgreiche Skisprungtradition in Hammerbrücke beendet (die moderne "Thierberg-Schanze II" steht  seit Jahren ungenutzt am Thierberghang).


OT  Hammerbrücke
654 - 838 m ü.NN

Die hübsche Streusiedlung im Hochtal der Zwickauer Mulde ist ein beliebter Ausflugs- und Erholungsort für Langläufer und Wanderer. Zentraler Loipen-Ausgangspunkt ist der Parkplatz an der Schule. Über eine Anschlussloipe (leichter Anstieg, 3,2 km) ist die Kammloipe schnell erreichbar, wodurch vielfältige Touren möglich sind.

Loipengebiet im OT HammerbrückeDie "Berglandloipe" (8 km) führt ins Schneckensteingebiet und wird auch für Skating präpariert.
Das "Berglandstübel" (Hotel und Gaststätte) befindet sich unmittelbar an der Loipe.
Die alljährlich stattfindenden Langlaufwettbewerbe sind Höhepunkte der Wintersaison.

 

 


OT  Tannenbergsthal  (Vogtland)
624 - 905 m ü.NN

Topasfelsen SchneckensteinFerienort mit den Ortsteilen Jägersgrün, Gottesberg und Schneckenstein. Im Ortsteil Schneckenstein findet man schneesicheres Skigelände mit Kammloipen-Direkteinstieg am neuen Kammloipenparkplatz (1,5 km nach dem Ortseingangsschild "Schneckenstein"). Berühmte Sehenswürdigkeiten in Loipennähe (Topasfelsen, Mineralienschau, Besucherbergwerk)  locken viele Besucher an. Eine besondere Attraktion ist der "Panoramapark" , der durch die erneute Sanierung und Umgestaltung der Schachthalde Schneckenstein (2009/10) entstand. Vom  Standort "Panoramablick" (861 m ü. NN) sind beeindruckende Fernsichten möglich (s. Galerie Sommer u. Winter).

Die Entwicklung des Ortes ist eng mit dem Bergbau (Zinn, Uran) und der Kunstlederproduktion (bis 1990) verbunden; hierzu und zur Ortsgeschichte gibt es Ausstellungen in der Heimatstube im ehemaligen "Herrenhaus".

 


OT     Morgenröthe-Rautenkranz
607 - 974 m ü.NN

Morgenröthe-Rautenkranz ist ein beliebter Ferienort im Waldgebiet des Vogtlandes.

RaumfahrtausstellungDie Ortsteile Morgenröthe und Sachsengrund liegen im engen Tal der Großen Pyra; am Talende verläuft die Kammloipe entlang der Staatsgrenze über eine leicht gewellte Hochfläche (930 - 957 m). Gespurte Skiwanderwege verbinden Ortsteile und Kammgebiet. Von Sachsengrund aus führt ein Loipenanschluss (2,5 km) zur Kammloipe am Sattel Gr. Rammelsberg/Hirschberg.

Im Ortsteil Rautenkranz befindet sich die neue Raumfahrtausstellung - ein Besuchermagnet für die Gäste der gesamten Region.

Ein besonderer Blickfang vor der Ausstellung ist das schnittige Überschallflugzeug MIG 21, mit dem einst Sigmund Jähn  Ausbildungsflüge absolvierte. Rautenkranz ist der Heimatort von Dr. Sigmund Jähn (geb. 1937), er weilte als erster Deutscher im All (26.8.1978 - 3.9.1978) und führte an Bord der sowjetischen Weltraumstation Salut 6 zahlreiche wissenschaftliche Experimente durch.

 
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