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Erlebnisreiche Radtouren in der Kammloipenregion

Auf dem Kamm entspringen mehrere Nebenflüsse der Zwickauer Mulde (u.a. Gr. Bockau, Wilzsch, Gr. Pyra mit Heroldsbach/Markersbach) und der Ohře (Černá, Rolava, Rajecký p./Svatava). Die gut befahrbaren Talwege entlang dieser Gebirgsbäche beginnen bereits in den Hochlagen, so dass in Verbindung mit den ausgebauten Höhenwegen (u.a. Kammloipentrasse) viele abwechslungsreiche Touren durch das reizvolle sächsisch/böhmische Grenzgebirge möglich sind; für den Radtourist bis zum Radprofi ist hier alles dabei. In der Tschechischen Republik sind die Radtourenwege nummeriert und einheitlich beschildert (gelb/schwarz); auf der sächsischen Seite besteht für den Gebirgs-Radtourismus viel Nachholebedarf (zur Orientierung dienen die meist guten Wanderwegweiser). Die z.T. sportlich anspruchsvollen Kammradtouren Nr. 1 - 4 (s. Seite Kammradtouren) führen durch beeindruckende Gebirgslandschaften. In der schneelosen Zeit können auf den radtauglichen Wegen und Straßen weitere zahlreiche Tourenvarianten in der Kammloipenregion erprobt werden. Einige haben ich nachfolgend zusammengestellt (Nr. 5 - 11), die man auch variabel verändern kann (u.a. verkürzen oder schwierige Passagen umfahren). Bilder von diesen Touren kann man auf der Seite BILDERGALERIE -Sommer- betrachten.


Radtouren Nr. 1 - 4 siehe Seite Kammradtouren!



Radtour Nr. 5: Morgenröthe-Rautenkranz - Weitersglashütte u. zurück


Die Tour beginnt an der Raumfahrtausstellung (615 m ü.NN) und verläuft ab Kreisverkehr nach Wiesenhaus (grüne Markierung) ins Tal der Wilzsch u. in diesem leicht ansteigend auf einer wenig befahrenen Straße nach Carlsfeld (9 km, 820 m), kurz nach der berühmten Rundbaukirche re. abbiegen (E3 blaue Markierung). Auf diesem Weg fährt man über die Sperrmauer der Talsperre Carlsfeld-Weiterswiese (905 m) bis Weitersglashütte P/Ghs. (12,4 km, 880 m, schneesicherer Ausgangspunkt f. Kammloipenskitouren). Die Rückfahrt auf der Kammloipentrasse (Frühbusser Str.) verläuft zunächst ansteigend zum Kamm (940 m) u. danach flach auf der Kammhochfläche (NSG Gr. Kranichsee) zum aufgelassenen Schwarzen Teich (500m oberhalb des Dammes entspringt auf ČR-Gebiet die Große Pyra). Am Wegweiser nach dem Damm (17,6 km, 925 m) nach re. von der Kammloipentrasse abbiegend verlangt zunächst eine kurzes Steilstück hinab zum romantischen Rastplatz an der Blockhütte etwas Konzentration. Danach folgt entlang der Gr. Pyra (ein oft wilder Gebirgsbach mit Granitblöcken im Bachbett) eine erholsame Abfahrt durch das schönste Tal im vogtländischen Teil des Westerzgebirges über Sachsengrund (752 m, 21,7 km, Pens./Ghs. R: Mi/ Do) und Morgenröthe bis ins Tal der Zwickauer Mulde zum Ausgangspunkt der Tour in Rautenkranz (28,3 km). Für diese mittelschwere Tour auf guten Straßen u. Wegen ist keine besondere Ausrüstung erforderlich.

Gesamtlänge der Radtour: 28,3 km; Gesamtanstieg: 449 Höhenmeter



Radtour Nr. 6: M.-Rautenkranz - Sattel Gr. Rammelsberg/Hirschberg u. zurück über Gottesberg


Diese Tour durch mehrere Täler wird ebenfalls am P der Raumfahrtausstellung gestartet. Auf dem Radweg neben der B 283 im Tal der Zwickauer Mulde erreicht man talaufwärts schnell den Eingang ins Wiesbachtal (li. über einen Bahnübergang) und gelangt durch dieses ruhige, kurze Tal (rote Markierung) zur kleinen Waldsiedling ZEUGHAUS (702 m, 3,9 km). Im weiteren Verlauf wird der Waldgebiet-Rundweg (grüne Markierung) benutzt, der nach dem Waldweiler Pollersberg ab MORGENRÖTHE (Markersbachmündung in die Gr. Pyra) durch das Markersbachtal bequem zum Rastplatz "Drei Bächle" (784 m, 8,1 km; Schutzhütte, Holzfällerdenkmal) führt. Hier am Fuße des Schneehübels (974 m, höchster Berg des Vogtlandes) zweigt der Waldgebiet-Rundweg rechts ab u. in SACHSENGRUND (752 m, 10,1 km, Pens./Ghs. R: Mi/Do) wird wieder das Tal der Gr. Pyra erreicht u. bereits kurz nach dem Kohlanger (Schutzhütte) am Abzw. Lochweg (Mündung Mordbach) verlassen u. der steile Direktanstieg zum Kamm begonnen. An der Kreuzung mit dem Grabenweg (auf den der Waldgebiet-Rundweg re. abbiegt und eine bequeme Abkürzung zur Schutzütte "Drei Bäumle" ermöglicht; dadurch fällt der schwere Abschnitt über den Rammelsbergsattel weg) bleibt man auf dem weiter ansteigenden Lochweg (unmarkiert) bis zum Gebirgssattel Gr. Rammelsberg/Hirschberg (935 m, 12,6 km; Schutzhütte, Übersichtskarte Kammregion). Es folgt ein anspruchsvoller Abschnitt der Kammloipentrasse (Steilabschnitte) zum Abzw. Aschberg , kurz danach kommt man (nach re., rot markiert) zur Kammhütte (14,6 km) . Hier wird der Kamm verlassen u. re. ins Heroldsbachtal abgebogen. Am Wegweiser "Drei Bäumle" stößt man wieder auf den Waldgebiet-Rundweg u. folgt diesen talwärts bis zur Brücke über den Heroldsbach (700 m, 19,5 km; kurz vor der Mündung in die Gr. Pyra) u. anschließend weiter zum Waldsee Gottesberg (800 m, 21,6 km); kurz danach wird der re. abbiegende Waldgebiet-Rundweg verlassen u. in das enge Hochtal der Kleinen Pyra abgefahren (die meisten Häuser der Siedlung GOTTESBERG stehen re. am sonnigen u. blumenreichen Südhang, li. am Neuberg in einer Pinge hält sich der Schnee oft bis in den Sommer). Am Ende des Engtales wird die B 283 erreicht, die über TANNENBERGSTHAL - JÄGERSGRÜN zurück nach Rautenkranz führt (ab Ortsausgang Tannenbergsthal separater Radweg!). Diese Tour ist im Rammelsberggebiet schwer, es wird gebirgsgerechte Ausrüstung (MB) empfohlen.

Gesamtlänge der Radtour: 28,6 km; Gesamtanstieg: 485 Höhenmeter



Radtour Nr. 7: Blauenthal - Nové Hamry u. zurück über Johanngeorgenstadt


An der Mündung der Großen Bockau in die Zwickauer Mulde liegt die kleine Siedlung Blauenthal (OT v. Eibenstock). Am Bahnhofsgebäude (Parkmöglichkeit) beginnt diese rasante Bergtour durch den östlichen Teil der Kammloipenregion mit Hauptkamm- u. Grenzüberquerungen (der neue Mulderadweg auf der stillgelegten Bahnstrecke Aue - Wolfsgrün ermöglicht auch einen Start in Aue!). Vorbei am "Blauenthaler Wasserfall" geht es nun stets ansteigend im Tal der Gr. Bockau über Wildenthal (8 km, 725 m) u. Oberwildenthal (zwischen Wildenthal u. Oberwildenthal wurde neben der Staatsstraße in Ri. Johanngeorgenstadt ein separater Radweg angelegt) zum Grenzübergang (14,0 km, 938 m) kurz nach der Kammloipenquerung.

Auf der tschechischen Seite des Erzgebirges -Krušné Hory- folgt anschließend eine längere Abfahrt über die einsame Hochfläche Jelení u. weiter entlang der rauschenden Gebirgsbäche Slatínný potok u. Rolava nach Nově Hamry (23 km, 700 m; Ferien-u. Wintersportort; Einkehrmöglichkeit). Hier wird li. in Ri. H. Blatna durch das steile Tal Bílý potok wieder der Hauptkamm erklommen (27,2 km, 935 m) u. über Horní Blatná (29,0 km, 850 m) im Tal Blatenský potok bequem der Grenzübergang Potůčky /Johanngeorgernstadt (34,7 km, 700 m) erreicht.

Gleich nach der Grenze beginnt li. der Anstieg über Jugel - Henneberg (Pens./Gasth. R: Mi) zur Kammloipe am Wegekreuz "Dreckpfütz" (40,7 km, 937 m). Die Kammloipentrasse in Ri. Weitersglashütte wird am Abzw. Mittelflügel (42,o km, 945 m) wieder verlassen u. über Sauschwemme (44,5 km, 865 m; Ghs.) der Auersberg (46,8 km, 1018 m; Ghs./Aussichtsturm) angesteuert. Nach der Gipfelrast erfolgt die Abfahrt (grün markiert, zunächst sehr steil) über den Gr. Stern zurück nach Blauenthal (54 km, 470 m). Für diese recht anspruchsvolle Tour ist gebirgsgerechte Ausrüstung (MB) erforderlich.

Gesamtlänge der Radtour: 54 km; Gesamtanstieg: 1108 Höhenmeter



Radtour Nr. 8: Parkplatz "Am Kielfloßgraben" - Sachsengrund u. zurück über Mühlleithen


Der beliebte Kammloipeneinstieg auf dem Erzgebirgskamm am Muldenberger Pass (770 m) ist auch als Startplatz für Radtouren bestens geeignet. Außer den leichten Abschnitten für Familentouren nach Mühlleithen (auf der Floßgrabenstraße E3) und nach Kottenheide (über Hämmerling) sind von hier aus sehr anspruchsvolle Radtouren möglich. Die Tour Nr. 8 mit tollen Abfahrten, steilen Anstiegen, reizvollen Talabschnitten u. beeindruckenden Fernsichten hat in dieser Hinsicht viel zu bieten.

Kurz nach der Kielfloßgrabenquerung folgt man der grünen Wegemarkierung bis Schneckenstein-Panoramapark (1,7 km, 850 m; ein kurzen Anstieg re. führt zum "Panoramablick" 861 m). Auf einer guten Asphaltstraße vorbei an der Siedlung Schneckenstein geht es rasant talwärts (65 km/h nicht überschreiten!) bis zum Ortseingang Tannenbergsthal u. weiter re. auf der breiten Straße zur B 283 , die zu überqueren ist. Am ersten Haus von GOTTESBERG (6,4 km, 694 m) wird nach re. in das Engtal der Kleinen Pyra eingebogen u. mäßig ansteigend der Waldsee Gottesberg erreicht (8,4 km, 800 m, entstanden durch den Zinnbergbau, in der DDR ein sehr beliebter Badesee). Auf dem Waldgebiet-Rundweg (grün markiert) gelangt man bequem in das Heroldsbachtal, am Wegweiser nach der kleinen Brücke wird der Rundweg verlassen u. auf dem Pyratalweg (gelbe Markierung) vorbei am Köhlerhäusel (10,7 km, 700 m) im Tal der Großen Pyra (sehr gute Schwarzdecke) zur kleinen Siedlung SACHSENGRUND gefahren (12,2 km, 752 m; Rast- u. Einkehrmöglichkeit Pens./Gasth. R: Mi/ Do).

Nach weiteren 800 m entlang der Gr. Pyra talaufwärts beginnt am Abzw. Lochweg re. der respektable Anstieg (175 Höhenmeter) zum Sattel Gr. Rammelsberg/Hirschberg (14,7 km, 935 m; Schutzhütte, Übersichtskarte "Kammloipe"). Auf der Kammloipentrasse gelangt man nach Steilabfahrt vom Sattel zum Abzw. Aschberg u. biegt nach re. (rote Markierung) in Ri. Mühlleithen ab. In MÜHLLEITHEN (18,6 km, 860 m; Einkehrmöglichkeiten) wird die B 283 überquert, danach leicht ansteigend auf dem Kammweg der idyllische Waldweiler Winselburg (ND Arnikawiese) passiert u. ab Höhe Kielpingen (19,5 km, 910 m) auf der Kammloipentrasse fast immer abfahrend der Abzw. Panoramablick Schneckenstein (22,4 km, 850 m) erreicht. Bei guter Sicht lohnt sich zum Abschluss dieser interessanten Gebirgstour ein Fernblick bis weit nach Böhmen u. Bayern (über 2000 Quadratkilometer Sichtfeld!). Der letzte Abschnitt (grün markiert, schöne Abfahrt) zum Ausgangspunkt P Kielfloßgraben (24,1 km) kann nun mühelos absolviert werden. Für diese Tour wird gebirgsgerechte Ausrüstung empfohlen (MB).

Gesamtlänge der Radtour: 24,1 km; Gesamtanstieg: 532 Höhenmeter



Radtour Nr. 9: Hauptkammtour Schöneck - Schneckenstein - Johanngeorgenstadt


Die beliebte Radtour auf dem Hauptkamm des Westerzgebirges beginnt im Bereich Schöneck-Ferienpark (Loipenhaus, Haltepunkt Vogtlandbahn, Parkhaus, Hotel) und verläuft ab Sport-Point auf der Klingenthaler Straße bequem bis Kottenheide (4 km, 775 m, Hotel/Gasth.). Die Staatsstraße und die Kottenheider Dorfstraße bilden exakt die Hauptwasserscheide zwischen den Flußgebieten Zwickauer Mulde li. u. Zwota/Ohře. Ab Kottenheide folgt man der grünen Markierung Ri. Muldenberg (Hämmerling) bis zur Hämmerlinghütte. Hier wird re. abgebogen u. der gut befahrbare Schwerdtweg entlang der Kammloipen-Freistiltrasse bis zum Parkplatz "Am Kielfloßgraben" (8,1 km, 770 m) benutzt. Nach dem Parkplatz führt ein gut befahrbarer Wanderweg (grün markiert) 800 m flach entlang des hist. Floßgrabens und danach steil ansteigend in das Schneckensteingebiet. Am Wegweiser "Panoramapark" (9,8 km, 850 m) rechts abbiegend gelangt man wieder zur Kammloipentrasse (vorher Abzw. zum "Panoramablick" mit über 2000 Quadratkilometer Sichtfeld) und vorbei an den Kielpingen (12,1 km, 910 m) nach Mühlleithen (13,8 km, 861 m).

Die B 283 wird überquert und der Fahrweg in Ri. Aschberg bis zum Abzw. Carlsfeld (Grenzeck, Staatsgrenze) benutzt. Dort biegt man links ab u. erklimmt auf der Kammloipentrasse (Anstieg bis 27%) den Gebirgssattel Gr. Rammelsberg/Hirschberg (17,8 km, 935 m; Schutzhütte, Info-Karte). Der nächste Abschnitt bis Weitersglashütte (26,4 km, 880 m, Einkehrmöglichkeiten) ist leicht und kann zügig geschafft werden (im Bereich des großen Hochmoorschutzgebietes "Gr. Kranichsee" bitte Naturschutzschilder beachten, s. Bild Nr. 14). Nach einer Rast wird auf der Kammloipentrasse die Tour in. Ri. Grenzübergang (rote Markierung) Abzw. Jeleni (30,4 km, 934 m) fortgesetzt und schließlich Johanngeorgenstadt (34 km, 865m, Loipenhaus, Ghs./Pens. "Am Schwefelbach) erreicht. Bei geplanter Rücktour ist Hennberg (Gasth.; R Mi) ein günstiger Wendepunkt. Diese Tour ist überwiegend leicht, zwischen Kielfloßgraben - Sattel Rammelsberg gibt es jedoch auch steile Abschnitte; gebirgsgerechte Ausrüstung wird empfohlen. Anm.: Im Abschnitt Schöneck - Abzw. Aschberg ist die Kammloipentrasse nur zwischen Hämmerlinghütte - P Kielfloßgraben u. P Panoramapark - Winselburg radtauglich, ab Abzw. Aschberg (Grenzeck) verläuft die Tour dann durchgehend wie die Kammloipe zum Ziel . Die Tour über Kottenheide ist "kammgerecht"!

Gesamtlänge der Radtour: 34 km; Gesamtanstieg: 498 Höhenmeter



Radtour Nr. 10 Große Rundtour um die Kammloipe


Bei dieser anspruchsvollen Radtour lernt man die Landschaften nördlich und südlich der Kammloipe beiderseits der Grenze Sachsen - Tschechische Republik kennen. Sie ist von Radsportlern an einem Tag machbar; Radtouristen schaffen es in zwei Etappen oder auch abschnittsweise. (E = Einkehrmöglichkeit, Ü = Übernachtungsmöglichkeit; s. u.a. Kammloipen-Skitouren Nr. 1 u. 2)

Die Radtour kann in Schöneck (775 m ü.NN) am Parkhaus/Haltepunkt Vogtlandbahn Ferienpark gestartet werden. Ab Kreisverkehr (Sport-Point) verläuft die Straße Ri. Klingenthal bis Kottenheide exakt auf dem Erzgebirgshauptkamm, ab Kottenheide (4 km, 775 m, (E/Ü) wird auf dem Vogtlandweg (blaue Mark. kurzer Anstieg auf 808 m) in Ri. Klingenthal (Südseite des Gebirges) abgefahren u. nach dem Schanzentunnel (Großschanze Vogtland Arena) bald die Ortsgrenze Klingenthals (Blick z. Aschberg) erreicht, über Freiflächen (nun rote Markierung) vorbei am Tierpark u. der Rundbaukirche (re. abbiegend) gelangt man nach dem Kreisverkehr im Tal der Zwota/Svatava nach Kraslice (16,5 km, 520 m). An der ersten Kreuzung wird li. abgebogen u. auf dem Radweg Nr. 23 über Bublava (21,6 km, 750 m; (E/Ü), alpines Skirareal) bei Stříbrná das " Paradiestal" Rájecké udolí erreicht. Von der Talstraße (R 23, rot markiert) zweigt kurz nach Nancy ein guter Forstweg (Abzw. 26,9 km, 674 m, grün mark.) zum Špičak (30,9 km, 991 m; steiler Stichpfad z. Gipfel mit Unterstellmöglichkeit u. Aussicht zum Hauptkamm) ab. Die Abfahrt vom Felsgipfel führt wieder zum Wanderweg (grün) zurück u. weiter nach li. (z.T. unbefestigt u. ausgewaschen) zu einer Wegegabel, dort biegt man nach links vom der grünen Markierung ab und gelangt durch ein Steiltal (unmarkiert, 3 km tolle Abfahrt) wieder ins Haupttal mit dem R 23 (35,9 km, 687 m), der führt nun talauf nach Rolava und weiter durch ein großes Hochmoorgebiet (Velky močal, 930 m) nach Jelení (46,4 km). Der Radweg biegt hier li. ab zum Hauptkamm; wir bleiben auf der kaum befahrenen Straße und rollen bequem talwärts nach Nové Hamry (53,5 km, 700 m; E/Ü). Hinter der Bahnunterführung zweigt von der Straße in Ri. H- Blatná re. eine örtl. Straße ab, auf der man die Auffahrt zum Tisovský vrch (977 m) beginnt; bei den letzten Häusern wird die gelbe Markierung verlassen und auf einen unmarkierten Bergpfad nach re. abgebogen u. bald wieder ein markierter Weg (grün/gelb) zum Aussichtspunkt Peindl-Turm erreicht (57,5 km, guter Rundblick). Die Abfahrt zurück nach N. Hamry kann auf der gleichen Strecke (leicht) oder über den westl. Berghang (gelb mark., anfangs steil u. felsig) erfolgen. In die Straße von Nové Hamry nach H. Blatna mündet am Pass (935 m, SM) wieder der R 23 ein. In Horní Blatná (68 km, 870 m; Bahnstation,E) wird li. abgebogen u. nach der Ortschaft (rot markiert) die Eispinge Ledová jáma und der Gipfel Blatenský vrch (Plattenberg 1043 m, Aussichtsturm) erklommen. Nach einer kurzen Abfahrt (rot markiert) gelangt man zur Höhenstraße (R 23) und auf dieser li. nach Ryžovna (74,4 km, 970 m; Almwirtschaft, E/Ü, Abstecher nach re. über Abertamy zum Ski- u. Freizeitgipfel Plešívec 1028 m empfehlenswert - hin u. zurück 18 km mit 412 m Höhenmeteranstieg).

An der Kreuzung Ryžovna wird nach links abgebogen und die Rücktour mit einer wunderschönen Talabfahrt entlang des oft reißenden Gebirgsbaches Černá (Schwarzwasser) nach Potůčky (83,4 km, 700 m; großer Grenzmarkt, E) begonnen. Gleich hinter der Staatsgrenze beginnt in Johanngeorgenstadt (E/Ü) der Anstieg über Jugel - Henneberg (E/Ü, R: Mi) zur Kammloipe am Wegekreuz "Dreckpfütz" (90,4 km, 937 m). Nun folgt eine lange Abfahrt vom Hauptkamm über Steinbach ( OT v. Johanngeorgenstadt, E/Ü) - Sosa (100,7 km, Trinkwassertalsperre, E/Ü) in das Tal der Zwickauer Mulde. In Blauenthal (OT v. Eibenstock, 103,7 km, 470 m; E/Ü) beginnt im Tal der Gr. Bockau (Wasserfall) die Auffahrt (grüne Wanderwegmarkierung) zum Auersberg (110,7 km, 1018 m; Aussichtsturm, Berghotel E/Ü). Bei der Abfahrt vom Giipfel (E3 blau mark.) nach Wildenthal (113,2 km, 725 m) sind einige steile Serpentinen zu meistern. Hinweis: Wer die steilen Gipfelabschnitte weglassen möchte, kann ab "Gr. Stern" auf einer guten Forststraße (rot mark.; Asphalt) bequem direkt nach Wildenthal radeln. Ab Wildenthal führt die Tour durch das Tal des Glashüttenbaches (zunächst Straße Ri. Carlsfeld u. li. anschließend auf dem Tannenweg) nach Weitersglashütte (117,2 km, 880 m; E/Ü, beliebter Ausgangspunkt für Kammloipenskitouren) und weiter (blau mark. E3) über die Sperrmauer der höchstgelegenen Talsperre Sachsens (905 m) nach Carlsfeld (120,7 km, 820 m; E/Ü). An der berühmten Rundbaukirche biegt der Intern. Fernwanderweg E3 links ab; wir bleiben auf der Staatsstraße und rollen zügig entlang der rauschenden Wilzsch bis zum formenreichen Granitfelsen in Neu Wiesenhaus, hier links abbiegend (Rad- u. Wanderweg, grün mark., sehr guter Asphalt) gelangt man nach M.-Rautenkranz (129,7 km, 615 m; Geburtsort von Sigmund Jähn, Deutsche Raumfahrtausstellung; E/Ü). Im vogtländischen Teil des Erzgebirges geht es weiter im Tal der Gr. Pyra über Morgenröthe (beste Straßenverhältnisse) in Ri. Sachsengrund bis zum Standort "Köhlerhäusel" (134,4 km, 700 m), hier wird nach re. die Talstraße verlassen und zur Weiterfahrt der Waldgebiet-Rundweg (grüne Markierung) bis zum Waldsee Gottesberg (136,5 km, 800 m) benutzt; dieser Weg zweigt kurz danach re. ab und die Abfahrt (geradeaus) durch das Tal der "Kleinen Pyra" (OT Gottesberg) nach Tannenbergsthal (140,8 km, 665 m; E/Ü) beginnt. Am Gasthaus "Zur Tanne" wird links nach Hammerbrücke (143,8 km , 675 m; E/Ü) und Muldenberg abgebogen. Von der Kreuzung in Muldenberg (146,3 km, 690 m) gelangt man auf der Klingenthaler Straße (Abzw. li.) kurz nach der Talsperrengaststätte zur östl. Auffahrt auf die Sperrmauer der Talsperre Muldenberg (147,2 km, 715 m). Nach deren Überquerung beginnt der letzte Abschnitt (Wander- u. Radweg) entlang der Bahnstrecke zum Tourenziel in Schöneck (153,5 km, 775 m). Für diese Tour ist gebirgsgerechte Ausrüstung (MB) empfehlenswert. Hinweis: Die Fahrradbeförderung ist bei der Vogtlandbahn (Schöneck) u. der Erzgebirgsbahn (Johanngeorgenstadt) möglich.

Gesamtlänge der Rundtour: 153,5 km;  Gesamtanstieg: 3078 Höhenmeter;   einschl. Abstecher:  171,5 km  u. 3490 Höhenmeter   



Radtour Nr. 11: Erzgebirgskammtour Schöneck - Altenberg (siehe Bildergalerie Sommerseite Nr. 39 - 155)


Diese Kammradtour vom Vogtland bis ins Osterzgebirge ist ein großartiges Erlebnis! Sie ist (möglichst bei guten Wetterbedingungen) in zwei oder drei Etappen machbar; es ist keine MB-Ausrüstung notwendig, ein gutes Tourenrad (möglichst mit ordentlicher Gangschaltung) reicht aus. Der Tourenstart erfolgt an der Bahnstation Schöneck-Ferienpark und endet am Bahnhof Altenberg. Bei der Tourenplanung können die sehr guten Bahnverbindungen Schöneck - Zwickau/Hof u. Altenberg - Dresden einbezogen werden.

Ein günstiger Etappenort ist Boží Dar (höchsgelegene Stadt Mitteleuropas, zahlreiche Hotels u. Pensionen, direkt am R 23 u.a. Hotel Zeleny Dum, Tel. 00420 353 815133) unmittelbar an der Grenze zu Sachsen mit dem Fichtelberg und Oberwiesenthal (höchstgelegene Stadt Deutschlands). Günstige Unterkünfte auf deutscher Seite: Berggasthaus "Neues Haus" (Tel. 037348-2390); "Fichtelbergbaude" an der Fichtelbergauffahrt (Tel. 037348-23478; Berghotel "Fichtelberghaus" 1215 m ü.NN (Tel. 037348-1230). Als 2. Etappenziel ist das "Horsky hotel Lesná" gut geeignet (ab Krzg. Rudolice auf dem Radweg Nr. 3093 zwei km Abstecher zum Hotel).

Variante A: Schöneck-Ferienpark (775 m, E/Ü) - Kottenheide - Mühlleithen (860 m;E/Ü) - Weitersglashütte (880m, E/Ü) - Karlsbader Str./Abzw. Jelení (bis hierher Kammloipentrasse wie bei Tour-Nr. 9) - Grenzúbergang (938 m) - Jeleni (33 km, 860 m; E). Auf der nun tschechischen Seite des Erzgebirges (Krušné Hory) verläuft die Tour auf dem Radfernweg Nr. 23 (gelb/schwarze Schilder) - Horní Blatná (42 km; E/Ü, nach dem Anstieg am Ortsausgang li. Abstecher (1,5 km) zum Blatenský v. (1043 m) - Ryžovna (47 km; E/Ü) - Boží Dar (54 km; 1028 m, E/Ü, Abstecher 3 km zum Fichtelberg 1215 m, E/Ü). Der nächste Abschnitt beginnt mit einem Anstieg zum Klinovec-Pass; re. 1 km Abstecher zum Gipfel Klinovec/Keilberg (1244 m, höchster Berg des Erzgebirges). Es folgt eine meist flache u. aussichtsreiche Strecke (sehr gute Schwarzdecke) nach Měděnec (71 km; 880 m , E/Ü; auf dem R 35 ist ein Abstecher mit herrlicher Talfahrt nach Klašterec möglich mit Rückkehr zum R 23 úber Petlery). Tourenverlauf weiter auf R 23: Měděnec - Talsperre Přísečnice - Jilmová - Načetin - Kalek (103 km, 724 m; Ü, Nachbarort Rübenau auf sächs. Seite) - Rudolice (111 km, 844 m; Abzw. zum Horsky hotel Lesná 2 km Ü/E, Tel. 00420 476 113040) - Nová Ves v Hochách - Mníšek (125 km, 720 m; Straßengrenzübergang z. sächs. Nachbarort Deutscheinsiedel E/Ü) - Klíny (130 km, 800 m; etwas talwärts Skiareal E/Ü) - Talsp. Fláje (140 km, 76o m; Trinkwassertalsperre im Hochtal der Flöha) - Nové Město 151 km, 810 m; E) - Cínovec/Zinnwald (160 km, 840 m; Straßengrenzübergang, E/Ü) - Altenberg (165 km, 754 m; E/Ü). In Cínovec wird der Radfernweg Nr. 23 verlassen (er endet nach weiteren 53 km in Děčín an der Elbe) und über den deutschen Grenzort Zinnwald das Ziel der großen Kammtour in Altenberg erreicht. Ab Altenberg besteht günstige Bahnverbindung nach Dresden (Fahrzeit 70 Min.; Abfahrt Min. 19 stündlich, SA/SO Zweistundentakt). Ein besonderes Erlebnis ist auch die Fahrt mit dem Rad über Geising - Glashütte - Heidenenau durch das Müglitztal -es rollt!- bis an die Elbe und auf dem Elberadweg nach Dresden (70 km).


Variante B: Schöneck - Kottenheide - Klingenthal - Kraslice (an der ersten Kreuzung li. abbiegen auf den Radweg Nr. 23 - Bublava - Rolava - Jelení (38 km) - weiter wie Variante A - Altenberg (170 km)

Streckenbeschreibung für den Abschnitt Schöneck - Jelení siehe Radtour Nr. 10 (ohne Abstecher zum Špičak).

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