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Das Gebirge
Erzgebirge und Vogtland gehören zur Mitteleuropäischen Gebirgsscholle. Das Erzgebirge hat eine West-Ost-Ausdehnung von 120 km. Nach seiner Großform ist es eine riesige Pultscholle mit einer Fläche von 4000 km² , deren Hebung während des Neogens und im Pleistozän erfolgte. Sie steigt von N nach S über 50 km hoch zum Kamm an (höchster Punkt Klinovec 1244 m) und fällt am Randbruch steil zum Böhmischen Becken (300 – 500 m ) ab. Die reichen Erzlagerstätten (Silber, Zinn, Eisen, Nickel, Uran) gaben dem Gebirge seinen Namen. Johanngeorgenstadt und Eibenstock sind traditionsreiche Bergstädte; im vogtländischen Westerzgebirgsteil wurde vor allem am Kiel und in Gottesberg über Jahrhunderte Bergbau betrieben. Durch Bergbau und Waldgewerbe entstanden die Kammsiedlungen erst im 16./17. Jh., lediglich Schöneck erhielt bereits 1370 Stadtrecht. Der geschlossene Fichtenwald im Kammloipenbereich wird nur durch einige Rodungsinseln ( Mühlleithen, Carlsfeld, Weitersglashütte und Johanngeorgenstadt) unterbrochen.
Von Schöneck bis Schneckenstein
Von Schöneck bis zum Schneckensteingebiet breitet sich eine kaum gegliederte Hochfläche (750 – 850 m ü.NN) mit dem Quellgebiet der Zwickauer Mulde aus. Der Schneckensteinfelsen befindet sich im Kontaktbereich zum Eibenstocker Granitmassiv; im 18. Jh. wurden die weingelben Schneckensteintopase abgebaut und zu Schmucksteinen verarbeitet.
Mühlleithen - Carlsfeld
Zwischen Kiel (943 m) und Hirschberg (959 m) verengt sich der Hauptkamm zu einem z. T. nur wenige Meter breiten Gebirgsrücken und das Profil wird bewegter. In diesem Abschnitt befinden sich die steilsten Anstiege und Abfahrten der Kammloipe. Für die Abfahrt vom Sattel (935 m) zwischen dem Großen Rammelsberg und dem Hirschberg wurde aus Sicherheitsgründen eine besondere Trasse angelegt. Im Quellgebiet der Großen Pyra und der Wilzsch weitet sich der Kamm zu einer breiten Hochfläche aus. Hier befinden sich beiderseits der Staatsgrenze große Hochmoorgebiete, die unter Naturschutz stehen.
Carlsfeld - Johanngeorgenstadt
Nach dem Hochmoor „Großer Kranichsee“ zieht sich der unterschiedlich breite Kammrücken über die Stangenhöhe (963m) zum Pass (938m) der Karlsbader Straße (alte Poststraße) und erreicht nach der Mittelflügelhöhe das Hochmoor „Kleiner Kranichsee“ mit Aussichtskanzel.
Oberhalb Johanngeorgenstadt-Henneberg verlässt der Erzgebirgshauptkamm am Korec (982 m) das sächsische Gebiet und verläuft in Richtung Osten über den Klinovec bis ins Osterzgebirge ausschließlich auf tschechischer Seite. Vom Abzweig Aschberg bis Johanngeorgenstadt führt die Kammloipe meist an der Staatsgrenze zur Tschechischen Republik entlang. Verwaltungsmäßig gehört die Kammloipenregion zum Vogtlandkreis und zum Erzgebirgskreis.
Verkehr
Das sächsische Erzgebirge ist durch Autobahnen (A72, A4), zahlreiche Bundesstraßen und der Bahnfernstrecke Dresden - Chemnitz - Zwickau - Plauen - Nürnberg mit ihren Gebirgsnebenstrecken recht gut erschlossen. Besonders in der Kammloipenregion bestehen beste Straßen- und Eisenbahnverbindungen; so kann jeder Parkplatz an der Kammloipe über sehr gute Gebirgsstraßen erreicht werden. Auf den Bahnstrecken nach Johanngeorgenstadt und Klingenthal verkehren moderne Triebwagenzüge. Bei der Kammüberquerung in Schöneck (Vogtl.) halten die Züge aus Richtung Zwickau, Hof/Plauen und Kraslice direkt am Loipenhaus.
Sehr bequem erreicht man in der Hauptsaison mit planmäßigen Wintersportzügen aus Leipzig die Ausgangsorte Schöneck und Johanngeorgenstadt.
Die Bahnlinie Johanngeorgenstadt – Karlovy Vary überquert bei Pernink den Erzgebirgshauptkamm. Die Züge halten unmittelbar im Skigelände dieses schneesicheren Wintersportortes.
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